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  • AutorenbildAnja Teubner

Praxiserfahrung im Stationsalltag - Lessons Learned 💡

In den letzten 14 Tagen habe ich viele Einblicke in den aktuellen Praxisalltag von PflegekrÀften und Auszubildenden gewinnen können. In meinem Praktikum konnte ich viele Kontakte mit Patient:innen verschiedenster Altersgruppen, Geschlechter, Diagnosen und Symptomen machen.


Aus diesen wertvollen Erfahrungen, in Kombination mit GesprĂ€chen mit #PflegefachkrĂ€ften und #PraxisanleiterInnen, nehme ich viele Erkenntnisse fĂŒr den simulationsbasierten Unterricht mit.


Drei Themen erscheinen mir u.a. besonders wichtig:


1. Kommunikation mit Sprachbarrieren


PflegekrĂ€fte arbeiten tĂ€glich mit Patient:innen verschiedenster Kulturen zusammen. Diese Vielfalt fĂŒhrt nicht selten zu einer erschwerten Kommunikation und zu einem Risiko fĂŒr MissverstĂ€ndnisse durch Sprachbarrieren. In Übungen im Skills Lab können Auszubildende solche Herausforderungen trainieren, Hilfsmittel kennenlernen und LösungsansĂ€tze erarbeiten.


2. Umgang mit Demenz


Die Versorgung von dementen Patient:innen stellt PflegekrĂ€fte vor ganz besondere Herausforderungen. Beispielsweise, wenn die Person innerhalb von Sekunden wieder vergisst, warum sie im Krankenhaus ist, aufgrund von Orientierungslosigkeit immer wieder selbststĂ€ndig VerbĂ€nde frisch operierter Wunden löst oder verwirrt die Station verlassen möchte. Im simulierten Training können Auszubildende auf solche Situationen vorbereitet werden, indem sie Szenarien mit Simulationspersonen durchspielen und diese im Debriefing mit den Lehrenden nachbesprechen. Hierbei sollte vor allem gelernt werden, Geduld mit dementen Patient:innen aufzubringen und UnterstĂŒtzung in der Orientierung zu geben, z.B. durch vertraute GegenstĂ€nde im sterilen Klinikzimmer.


3. Theorie-Praxis-Transfer


Dem Statement vieler Auszubildender „In der Praxis lĂ€uft es ganz anders
“ kann ich nur bedingt zustimmen. Denn in den Situationen, die ich beobachten durfte, haben die PflegefachkrĂ€fte ihre TĂ€tigkeiten sehr gewissenhaft, patient:innenorientiert und mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein ausgefĂŒhrt. Gleichzeitig kann es im Stationsalltag zu Momenten mit situativ erhöhtem Arbeitsaufkommen kommen. Dies setzt eine gute PrioritĂ€tensetzung voraus, die wiederum erst erlernt werden muss. In simulierten Situationen lassen sich die vielen Komponenten, die sich hĂ€ufig parallel abspielen, trainieren, um anschließend besser in der RealitĂ€t zu priorisieren und trotz Stress Pflegefehler zu vermeiden.


Ich danke dem Marienkrankenhaus Hamburg fĂŒr die Möglichkeit dieser wertvollen EindrĂŒcke. Ganz besonders bedanke ich mich bei dem tollen Team der Gyn 2/C 3 fĂŒr die Zeit, die ErklĂ€rungen, die GesprĂ€che und die Offenheit mir gegenĂŒber. Mir ist wieder einmal mit Dankbarkeit bewusst geworden, welch einen sinnstiftenden Beruf wir haben und wie wichtig es ist, qualifizierten Nachwuchs auszubilden!




Skills Lab und Simulation in der generalistischen Pflegeausbildung
Erfahrungen im Stationsalltag

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